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SUMMARY:Konzert mit Siegfried und Oliver Fietz
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SUMMARY:Chor- und Orchesterkonzert
DESCRIPTION:Konzertkritik \nFantastisches Konzerterlebnis in St. Sebastian\nEine enorme Zahl an Besuchern\, glänzend aufgelegte Solisten\, Instrumentalisten und ein sehr gut vorbereitet und sensibel agierender Chor der Stadtpfarrkirche unter der Gesamtleitung von Werner Stehbach bildeten einen hervorragenden Rahmen für eine kirchenmusikalische Feierstunde\, die die Zuhörer in ihren Bann zog. \nSchon im ersten Werk des Abends\, dem Marienlob von Sergej Rachmaninov zeigte sich der Chor der Stadtpfarrkirche von seiner besten Seite. Nachdem ostkirchliche Gesänge ausschließlich a cappella auszuführen sind\, meisterte der Chor die dynamischen und gestalterischen Herausforderungen ohne Intonationsprobleme und offenbarte die überwiegend mystische Stimmung in beeindruckender Weise. \nIn seiner Begrüßung freute sich Stadtpfarrer Bernd Philipp über den sehr guten Besuch und erinnerte nochmals an das Anliegen des Heiligen Jahres seitens des Papstes Franziskus. Zudem dankte er namentlich den Sponsoren für ihre Spenden\, ohne die ein derart großes Projekt nicht durchführbar wäre. Und schließlich dankte er den Aufführenden für ihre Mühen und die Bereitschaft\, ein so großes kirchenmusikalisches Erlebnis durchzuführen. \nDas Hauptwerk des Abends\, die „Missa Sancti Bernardi von Offida“\, genannt „Heiligmesse“ von Joseph Haydn stellte sehr hohe Anforderungen an die Gesangssolisten und natürlich auch den Chor\, der die unterschiedlichen Tempi\, die dynamischen Herausforderungen und die durchsichtige Gestaltung der Fugen im Gloria und Credo in höchst beeindruckender Weise mit stimmtechnischer Leichtigkeit umsetzte. \nHaydn hat in dieser Messe den Gesangssolisten nur relativ wenige Passagen zugestanden. Diese meisterten sie aber in höchster Präzision. Victoria Sommerer\, Sopran\, aus Lorenzreuth\, hatte bereits in ihrer Schulzeit am Otto-Hahn-Gymnasium als Solistin brilliert. Durch ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Würzburg hat sie sich zu einer hervorragenden Sopranistin entwickelt\, die in Höhe\, Ausdruck und Gestaltungskraft keine Wünsche offen lässt. Marie-Jorinde Szelwis aus Hamburg studiert ebenso an der HfM Würzburg. Ihr klarer und schlanker Mezzosopran/Alt fügte sich klanglich höchst angenehm in den Klang der Soli ein und zeigte sich im Mittelteil des Credo als kongeniale Partnerin. Florian Neubauer\, aus Weiden stammend und nun fest in Dresden engagiert\, überzeugte mit klarer Diktion und strahlendem Tenor\, der unaufdringlich und mit stimmlicher Leichtigkeit seine Passagen gestaltete. Frederik Lipkas sonorer und trotzdem weicher Bass bildete ein hervorragendes Fundament auch für die harmonische Klarheit des Soloquartetts. Er studiert ebenfalls an der HfM Würzburg. Insbesondere ist anzumerken\, dass das hervorragende Miteinander der Soli nicht selbstverständlich ist; allen Solisten war wichtig\, dass auch in ihrem Part der Chorklang im Vordergrund steht. \nJoseph Haydn verlangt in seiner „Heiligmesse“ im „Et incarnatus“ des Credo jeweils drei Frauen- und Männersolisten. Annette Seifert und Markus Hoffmann ergänzten hier die Soli mit bestem stimmlichen Einfühlungsvermögen und Klarheit im Vortrag und machten gerade diesen Teil zu einem besonderen Klangerlebnis\, in das der Chor sich sensibelst und gestalterisch hervorragend einfühlte. \n\n\n\n\nMartin Berneuther an der Orgel – souverän bei der Begleitfunktion der Messe und den übrigen Werken – brillierte bei der „Fantasie in d-Moll“ von Gustav Adolf Merkel mit glitzernden Läufen\, dramatischen Passagen\, aber auch weichen\, gefühlvollen Teilen und zeigte sich als Meister in der Kunst der vielfältigsten Klangvariationen der Waldershofer Orgel. \nIm letzten Werk des Abends\, Felix Mendelssohn Bartholdys Hymne „Hör mein Bitten“\, zeigte sich Viktoria Sommerers gesangliche Gestaltungsvielfalt sowohl in den weichen\, gefühlvollen als auch in den dramatischen Teilen in hervorragender Weise\, unterstützt vom bestens aufgelegten Chor\, der die unterschiedlichsten Stimmungen entsprechend unterstützte\, und einem Orchester\, das die von Mendelssohn geforderten Impulse glänzend umsetzte. Hervorzuheben sei besonders das Duo zwischen Sopran und Klarinette (Anna Haberkorn) im „Ich irre ohne Pfad in dunkler Nacht“\, das einen „Gänsehautmoment“ auslöste. \nNach dem Gebet zum Heiligen Jahr\, Vaterunser und Segen durch Stadtpfarrer Bernd Philipp stimmten Zuhörer und Aufführende in das gemeinsame Lied „Bleibe bei uns“ ein. \nLang anhaltender Beifall und Standing Ovations belohnten die Aufführenden für ein großartiges Musikerlebnis\, das noch lange in Waldershof nachhallen wird. \nMit John Rutters „For the Beauty oft the Earth“ fand ein wunderschönes Chor- und Orchesterkonzert seinen krönenden Abschluss. \nW.A. \n													\n			Details \nDie Musiker\nEin riesiges Kompliment muss dem Orchester (Instrumentalisten aus der Oberpfalz\, Franken und Karlsbad) unter Konzertmeisterin Stefanie Heinrich (Musikpädagogin am Stiftlandgymnasium Tirschenreuth) gemacht werden: Höchst sensibel mitgehend\, sich zurückhaltend in der Dynamik\, um dem Chor das Gewicht zu geben\, das bei Vokalwerken nötig ist\, auch in höchster Lage dynamisch weich agieren (Hörner)\, spannungsgeladen und doch bezaubernd im Ausdruck (Holzbläser) – und als Fundament ein warmer\, klarer und harmonisch durchsichtiger Streichersound\, der keine Wünsche offen ließ.
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SUMMARY:Adventskonzert mit den SKYSCRAPERS
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SUMMARY:Orgelkonzert zum Kirchweihsonntag 2024
DESCRIPTION:Konzertkritik \nBrausende Orgelklänge und Sphärenmusik\nDr. Ronny Krippner gibt begeisterndes Orgelkonzert in St. Sebastian  \nIm nunmehr dritten Orgelkonzert seit der Renovierung und Neuintonation der Zeilhuber-Orgel durch die Fa. Orgelbau Jann hat sich gezeigt\, dass sich  immer mehr Besucher an den Klängen der Orgel erfreuen wollen. \nEtwa 200 Zuhörer\, darunter Freunde\, Verwandte und alte Weggefährten\, hatten sich in St. Sebastian versammelt\, um Dr. Ronny Krippner nach dem Konzert mit seinem Kathedralchor aus Ripon\, UK\, jetzt als Orgelsolist erleben zu wollen. \nNach der Begrüßung durch Stadtpfarrer Bernd Philipp\, der auch Ronny Krippners Bezug zur alten Heimat herstellte\, zeigte der Interpret im „Final aus der Sonate No. 1\, op 42“ von Alexandre Guilmant\, dass er dieses wegweisende Werk mit höchstem Spirit uns sensibelster Ausdruckskraft zu interpretieren vermag – waren doch die insgesamt 8 Sonaten für Orgel zwar am klassischen Standard orientiert\, läuteten aber gleichzeitig eine Renaissance der Orgel und deren Literatur ein; beide hatten im 19. Jahrhundert beide an Bedeutung verloren. Nun vollzogen sich im Bereich der instrumentalen Spieltechnik entscheidende Veränderungen\, da sowohl an die Organisten als auch in die Orgelbauer neue Maßstäbe gesetzt wurden. \n																										 \nMit bewundernswerter Leichtigkeit – der große Fernseher in St. Sebastian ließ Krippners Orgelspiel zusätzlich visuell verfolgen – meisterte der Interpret die anspruchsvollsten Passagen\, wobei er alle „Nebentätigen“ wie Umblättern (iPad) und Klangveränderungen mit der Setzeranlage selbst übernahm – und es so aussehen ließ\, als sei dies das Selbstverständlichste der Welt. \nKaum zu glauben\, dass Wolfgang Amadeus Mozarts „Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr\, KV 594“ für eine Musikmaschine der damaligen Zeit komponiert wurde. Sensibelste Klänge und höchster musikalischen Ausdruck der sphärischen Orgelklängen in hoher Oktavlage (auch im Pedal) wechselten mit anmutig weichen Passagen und entsprechend volltönigerer Registrierung und zeigten einerseits den Zauber Mozartscher Musik für die Orgel und lösten andererseits das Bedauern aus\, dass Mozart außer den Stücken für die Flötenuhr keine Werke für Orgel geschaffen hat. \nRonny Krippner hat es verstanden\, diesem Werk durch eine gefühlvolle und doch ausdrucksstarke Interpretation die „Orgelkrone“ aufzusetzen und durch die Verwendung unterschiedlicher Registerkombinationen Mozart für die Orgel erlebbar zu machen. \nCharles V. Standford ist trotz eines umfangreichen Schaffens leider nur noch in wenigen liturgischen Werken in der englischen Chormusik bekannt\, obwohl er als Pionier des Einbaus irischer Volksmusik in seine Kompositionen eine große Bedeutung für die Nachwelt beanspruchen darf. Durch Studium in England natürlich auch von den Werken Georg Friedrich Händels und – obwohl dieser nie in England war – Johann Sebastian Bachs inspiriert\, gelangen ihm Meisterwerke für die Orgel. \nRonny Krippner zeigte sich bei seiner Interpretation der „Fantasia und Toccata“ als genialer Interpret\, dem harmonische Herausforderungen\, gepaart mit klanglichen und fantasievollen Raffinessen (besonders in der Toccata) höchste Freude in der Ausarbeitung bereiten und der damit die Zuhörerschaft gänzlich in den Bann zieht. Technische Schwierigkeiten gibt es für ihn nicht\, er überwindet sie mit spielerischer Leichtigkeit – sowohl im Manual- als auch im Pedalspiel. \nEine ganz andere Gefühlswelt vertont Jehan Alain. Sein „Le Jardin Suspendu“ („Der hängende Garten“) ist als „Traumfantasie“ für die Orgel gedacht. Exponierte hohe Passagen zeigen die Sehnsucht nach einer imaginären Zufluchtsstätte. Entsprechend „entrhythmisierte Klangfolgen\, schwebende Akkordik und Melodik und andachtsvolle weiche Klangfarben liegen dem Werk zugrunde. \nBei Jehan Alain\, der leider nicht sehr alt wurde\, hat man in seinen Werken oft den Eindruck\, dass er den Interpreten vor schwierigste Herausforderungen stellen will\, seien es überkreuzte Hände wie bei der Traumfantasie oder Akkordpassagen in höchstem Tempo für die linke Hand bei den „Litanies“. Dieses Opus steht im völligem Gegensatz zur Traumfantasie: rasante tonleiterähnliche Passagen wechseln mit Melodie und deren Begleitakkorde in verschiedenen Oktavbereichen (verteilt auf beide Hände)\, gleichbleibenden Klangclustern in schnellen gebrochenen Akkorden und am Ende als Wiederaufgreifen und Fortführung des Beginns das gewaltige harmonisch herausragende Finale. \nRonny Krippner ist bei allen geforderten Finessen „Herr der Lage“. Viele Interpreten wechseln bei der angesprochenen „Hetzjagd“ der linken Hand diese Passage in die rechte – Ronny Krippner spielt das Original mit einer ihm eigenen Selbstverständlichkeit. \nDie letzten Werke beweisen Krippners Improvisationstalent – Werke aus dem Stegreif\, die jedesmal je nach Einfallskunst des Augenblicks unterschiedlich ausfallen. \nDer Interpret gibt sich selbst nur das Thema (beim ersten Werk: Thema und Variationen über Händels „Marsch aus der Oper Scipione“) oder die Satztechniken vor. Bei der 2. Improvisation über das englische Seefahrerlied „Eternal Father\, strong to save“ (auch bekannt aus dem Film „Titanic“) legt er nur die Satzfolge fest: Präludium\, Adagio und Fuge. \nHier zieht Dr. Ronny Krippner alle Register seines Könnens und seines Instruments und erschafft das grandioses Finale eines großartigen Konzerts\, dass die Vielfalt an Möglichkeiten der „Königin der Instrumente“ exemplarisch herausstellt und alle Freunde der Orgelmusik in Begeisterung versetzt. \nTosender\, nicht enden wollender Applaus\, Standing Ovations und als Zugabe das „Westminster Carillon“ von Jules Vierne beschlossen ein geniales Orgelkonzert\, das sehr lange nachhallen wird. \n  \nWerner Stehbach
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SUMMARY:Chorkonzert der Mädchenkantorei der HfM Regensburg
DESCRIPTION:Konzertkritik \nMädchenkantorei der HfKM Regenburg in St. Sebastian Waldershof\nGroßen Zuspruch verzeichnete die Kirchenmusikalische Feierstunde mit der Mädchenkantorei der Hochschule für Kirchenmusik und Musikerziehung Regensburg unter der Leitung von Eva-Maria Leeb in der Stadtpfarrkirche St. Sebastian am Freitag\, den 3. Mai 2024. \nDie vielen Besucher erlebten ein wahres Chorvergnügen durch die 14 jungen Damen im Alter von 14-18 Jahren und die Pianistin Karen Hernandez\, die sich mit Eva-Maria Leeb am Instrument abwechselte. \nSchon der singende Einzug von hinten mit 14 Solostimmen „An Alleluja Super-Round“ von William Albright)  nach der Begrüßung von Stadtpfarrer Bernd Philipp\, clustermäßig aufgebaut\, und schließlich in einen einzigen Ton mündend\, ließ erahnen\, welcher musikalische Hochgenuss die folgende Stunde bereiteten würde. \nBlitzsaubere Intonation – auch bei dem A-cappella-Werken – \, deutlichste Aussprache\, höchst differenzierte Rhythmik und Gestik\, mit der die nuancierten Anweisungen der Leiterin präzise befolgt wurden\, zeigten\, dass hier ein Mädchenchor in den wenigen Jahren entstanden ist\, der den Vergleich mit internationaler Konkurrenz nicht zu scheuen braucht – ein großes Kompliment an die HfKM für dieses Projekt! \nUnd – was nicht hoch genug einzuschätzen ist – die Freude am gemeinsamen Musizieren zwischen Chor\, Pianistin und Chorleiterin war in jedem Augenblick spürbar und zog die Zuhörer gänzlich in ihren Bann. \n\n\n\nJunge Stimmen erschaffen ein wunderschönes Klangbild\, ob ein-\, zwei- oder dreistimmig – die Mädchen zeigten sich sowohl im ergreifenden Piano als auch in den verschiedensten dynamischen Abstufen als versierte Sängerinnen\, was natürlich auch auf die perfekte Ausbildung an der HfKM mit intensiver Probenarbeit und Einzelstimmbildung zurückzuführen ist – und natürlich auch auf die Leiterin\, die nicht umsonst eine der gefragtesten Kinder- und Jugendchorpädagogin unserer Zeit ist. \nKlarste Anweisungen\, höchstes musikalisches Verständnis in allen Musikgenres und detailierteste Ausarbeitung und Gestaltung der dargebotenen Werke – dies alles stellt der Dirigentin ein überragendes Zeugnis aus. \nDazu eine kongeniale Begleiterin am Klavier – Karen Hernandez trug den Chor mit wunderschönem sensiblen Spiel durch alle Nuancen dieses Konzertes. \nDie Mädchenkantorei ist in allen musikalischen Epochen zu Hause. Ob Romantik (u.a. Felix Mendelssohn-Bartholdy\, Charles Gounod)\, Anklänge an Gregorianik „Sanctus aus der Liturgie“ in Bearbeitung von Carl-Bertil Agnestig) oder zeitgenössische Komponisten und Bearbeiter (u.a. Jerry Estes\, Tobias Landsiegel\, Laura Fernell\, Henry A. C. Malan und John Rutter) – die Interpretation erfolgt jeweils konform mit dem entsprechenden Zeitgeist. Die tänzerische Choreographie beim südafrikanischen „Si njay njay njay“ im Satz von Bobbi Fischer verfehlte ihre Wirkung auf das Publikum ebenso wenig wie die stillen und meditativen Gesänge. \nDem gemeinsame Abschluss – nach Vaterunser und Segen – mit „A gaelic blessing“ von John  Rutter als Kombination von Chor (englisch) und Gemeinde (deutsch: Bleibe bei uns) folgte begeisterter Applaus mit Standing Ovations. \nZwei Zugaben\, die letzte mit singendem „Te-Deum-Auszug“ beendete ein Konzerterlebnis auf höchstem musikalischem Niveau\, das in Waldershof und Umgebung lange nachhallen wird.
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SUMMARY:Orgelkonzert zum Palmsonntag
DESCRIPTION:Konzertkritik \nOrgano grandioso in St. Sebastian\nDie Katholische Pfarrgemeinde St. Sebastian Waldershof lud am 24.03.24\, 17.00 Uhr\, zum Orgelkonzert am Palmsonntag ein. \nSturm hatte sein Programm auf den Palmsonntag ausgerichtet\, beginnend mit Präludium und Fuge in D-Dur\, BWV 532\, danach Max Regers Choralfantasie über „Straf mich nicht in deinem Zorn“\, op 40/2 und Jehan Alains „Deuxiéme Fantaisie“. \nIn einer kurzen Einführung machte Martin Sturm den Zusammenhang der Werke deutlich: Osterjubel\, aber auch Dramatik im Werk Bachs\, differenzierteste musikalische Ausdeutung mit allen überhaupt möglichen Gefühlsbewegungen in der Interpretation der sieben Strophen des Chorals\, den wir besser unter der Melodie „Herr\, ich bin dein Eigentum“ kennen und innigste Meditation im Werk Jehan Alains\, dessen orientalische Bezugspunkte immer wieder hörbar wurden. \nDass Martin Sturm ein Meister seines Fachs ist\, war bereits vorher bekannt. Ihn live (und über TV mit Blick auf den Spieltisch) seine Art des Orgelspiels genauestens verfolgen zu dürfen\, war im wahrsten Sinn des Wortes ein „unglaubliches“ Erlebnis. \nSchnell vollgriffige Akkordfolgen (gerade bei Reger) in höchst ausgefeilter Chromatik und atemberaubende Tempi bei meisterhafter Bachinterpretation\, eine Pedaltechnik\, die so spielerisch wirkt\, sei es bei Tonleitern\, Trillern oder Themenüberahme bei Bach und Reger\, und natürlich intensivstes Einfühlungsvermögen in die extremen Dynamik-\, Agogik- und Gefühlswallungen bei Reger und Alain. \nMartin Sturm hatte zu Beginn erklärt\, über seine Improvisationen\, die jeweils nach einem der drei genannten Werke erklangen\, könne er nichts vorhersagen\, denn diese entstehen direkt im jeweiligen Augenblick. \nIm „Vogelconcert“ erlebten die staunenden Zuhörer Klänge\, die man einer Orgel so nicht zugetraut hätte. Rauschende Tonleiter\, von einzelnen Vogelzwitschern untermalt\, und Flötenklänge in höchster Lage beschreiben klingende Bilder. \nEin von Martin Sturm selbst kreierter gefühlvoller Choral wurde in der folgenden Metamorphose so umgewandelt\, dass die einzelnen Parameter wie z.B. Melodik und Rhythmik nun in neuem verfremdetem Gewand dargestellt werden – ohne aber den Bezug zum Original zu verlieren. \nDen fulminanten Abschluss bildete Sturms Symphonischer Prolog zur heiligen Woche „Tod und Auferstehung“ mit größtmöglichen Spannungsbögen\, logischen Weiterführungen (trotz Improvisation) und gefühlsmäßig überragenden Klängen und Lautstärkenvariationen\, wechselnd mit weichen und gefühlvollen Abschnitten und abschließendem Osterjubel\, der die Zuhörer in seinen Bann zog und das Geschehen der Karwoche höchst eindrucksvoll und nachhaltig lebendig werden ließ. \nNachdem bereits – eigentlich bei Kirchenkonzerten nicht üblich – jede einzelne Darbietung spontanen Beifall nach sich zog\, waren es am Ende Standing Ovations eines in jeder Hinsicht begeisterten Auditoriums\, dass noch eine Zugabe (Improvisation über „Guten Abend\, gute Nacht“) erhielt und sich einig war: Martin Sturm muss wiederkommen! \n													\n			Details \nDer Organist\nMit Professor Martin Sturm von der HfM Weimar\, einem gebürtigen Oberpfälzer\, konnte ein Organist der Extraklasse verpflichtet werden\, der – obwohl noch sehr jung – bereits zu den international anerkannten Größen der europäischen Orgelmusik zählt. \n												NIX \nLeer lassen \n												Werdegang \nBefüllen \n												Musikalische Highlights \nBefüllen \nNoch ein Tipp für „Fans“: Martin Sturm ist am Freitag\, 26.04.24\, 19.30 Uhr\, wieder in Erbendorf zu hören!
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SUMMARY:Chor- und Orchesterkonzert
DESCRIPTION:Konzertkritik \nSternstunde der Kirchenmusik in St. Sebastian Waldershof\nEine wahre Sternstunde der Kirchenmusik wurde am Sonntag\, den 21. Januar 2024\, den knapp 400 Besuchern in der sehr gut besetzten Stadtpfarrkirche St. Sebastian geboten. Solisten aus Weimar und Erfurt\, Instrumentalisten von Karlsbad bis Erlangen und der Chor der Stadtpfarrkirche unter der Leitung von Werner Stehbach verstanden es bestens\, das „Chor- und Orchesterkonzert“ zum 55. Kirchenpatrozinium der Stadtpfarrkirche zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. \nZwei Hauptwerke standen auf dem Programm\, die „Mariazeller Messe\, Hob. XXII:8“ von Joseph Haydn und das spätromantische „Te Deum“ von Joseph Louis Renner. \nIn seiner Begrüßung freute sich Stadtpfarrer Bernd Philipp über den sehr guten Besuch und dankte allen Sängerinnen und Sängern und den Instrumentalisten für ihre Begeisterung\, solch wunderschöne Musik einzustudieren und dann unnachahmlich zum Klingen zu bringen. Ebenso dankte er befreundeten Gastsängerinnen und Sänger\, die den Chor regelmäßig bei größeren Projekten unterstützen. \nHilmar Wollner führte mit interessanten Informationen durch die einzelnen Programmpunkte und verband diese auch mit geschichtlichen und theologischen Aspekten. \n																										 \nNach dem gemeinsam gesungen „Sebastianlied“ mit der souveränen Orgelbegleitung von Martin Bernreuther\, Domorganist am Hohen Dom zu Eichstätt\, wurde mit der „Mariazeller Messe“ eine der zehn großen Messen von Joseph Haydn dargebracht. \nChor und Orchester zeigten sich bestens vorbereitet und zogen die Zuhörer mit ihrer Begeisterung\, rhythmischen und harmonischen Präzision und bei der Umsetzung der verschiedensten Tempi und dynamischen Anforderungen derart in Bann\, so dass – was man sich nur wünschen kann – eine enge Beziehung zwischen den Musizierenden und Zuhörern entstand. \nDramatische\, fröhliche und weiche zauberhafte Klänge wechselten gerade in den textlich längsten Teilen\, wie im Gloria und auch Credo\, selbst im Benedictus verstanden es die Gesangssolisten\, Chor und Orchester die gegensätzlichen Haydn´schen Ideen hervorragend umzusetzen. \nAugen- und Ohrenschmaus waren die höchst anspruchsvollen Abschlussfugen im Gloria\, Credo\, Sanctus und natürlich als Höhepunkt mit dem „Dona nobis pacem“ im Agnus Dei. Gerade in diesem Abschlussteil zeigte sich Haydn`s überragende kontrapunktische Kompositionsweise. Chor und das in der Artikulation höchst differenziert mitgehende Orchester schufen hier Transparenz und gerade auch in den Koloraturen und prägnanten Themen höchste Präzision. \nDieser gewaltige Eindruck veranlasste die Zuhörer nach dem Ende des Agnus Dei zu spontanem Zwischenapplaus – was man eigentlich gerade bei Kirchenkonzerten nicht gewohnt ist. \nChor\, Orchester und Orgel interpretierten dieses großartige Opus mit bestem Gespür für Agogik\, Dramatik und Feingefühl\, so dass zu wünschen ist\, die Aufführung in Waldershof – hier in der eigens für dieses Konzert erstellten Orchesterfassung von Werner Stehbach – hilft\, dieses großartige Werk wieder öfter im Programm zu sehen. \nNach dem gemeinsam gebeteten Vaterunser und dem Segen durch Stadtpfarrer Bernd Philipp endete diese kirchenmusikalische Feierstunde mit dem gemeinsam gesungen und gespielten „Großer Gott\, wir loben dich“. \nStanding Ovation und begeisterter Applaus dankten allen Mitwirkenden für ein großartiges musikalisches Erlebnis\, das dann mit der Zugabe und „Gottes Segen“ einen würdevollen Abschluss fand. \n\n\n			Details \nDie Musiker\nMit den Solisten\, Mirijam Denz\, geboren in Weiden\, Sophie Hofsommer aus Berlin\, Michael Scheithauer\, geboren in Regensburg und jetzt beruflich in Erfurt\, und Samuel Huhn\, geboren in Frankenberg (Eder) stand ein junges und höchst motiviertes und homogenes Soloquartett zur Verfügung. Mit Ausnahme von Michael Scheithauer studieren alle an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. \n												NIX \nLeer lassen \n												Solisten \nMit den Solisten\, Mirijam Denz\, geboren in Weiden\, Sophie Hofsommer aus Berlin\, Michael Scheithauer\, geboren in Regensburg und jetzt beruflich in Erfurt\, und Samuel Huhn\, geboren in Frankenberg (Eder) stand ein junges und höchst motiviertes und homogenes Soloquartett zur Verfügung. Mit Ausnahme von Michael Scheithauer studieren alle an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. \nMirijam Denz` wunderschöner und in den Höhen zauberhafter Sopran\, Sophie Hofsommers wohltuend schlanker und anmutiger Alt\, Michael Scheithauers strahlender Tenor und Samuel Huhns warmer und trotzdem füllender Bass waren ein Ohrenschmaus für sich. Allen gemeinsam ist der – nach dem Vorbild der englischen Schule – schlanke und klare Sologesang\, der perfekt die Haydn´sche Harmonik zum Klingen bringt. \n												Organist \nMartin Bernreuther interpretierte Marco Enrico Bossis „Marche festiva\, op. 118/8“ für Orgel meisterhaft und verstand es prächtig\, dessen Spätwerk\, das im pompösen und festlich-dramatischen italienischen Stil gehalten ist\, perfekt auf der Waldershofer generalsanierten Orgel umzusetzen und machte dadurch einen Komponisten\, der leider in Vergessenheit geraten ist\, wieder bekannt. \n												Organist \nJoseph Louis Renner\, einst Domorganist am Hohen Dom in Regensburg\, schuf mit seinem „Te Deum“ ein im spätromantisch-expressiven Stil ein gerade in Ausdruck\, Tempi und Chromatik höchst anspruchsvolles Chor- und Orgelwerk\, dass leider nur die Insider der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg noch kennen.
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SUMMARY:Geistliche Chormusik zum Advent
DESCRIPTION:Konzertkritik \nOrgano grandioso in St. Sebastian\nFestliche Chormusik zur Adventszeit erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Pfarrkirche St. Sebastian in Waldershof am späten Nachmittag des Zweiten Adventssonntags. Am 10. Dezember um 17.00 Uhr singt das Vokalensemble Hubert Velten\, ein Männerchor aus ehemaligen Regensburger Domspatzen. Das Programm ist breit gefächert und reicht vom Gregorianischen Choral bis zum Christmas Carol. Klassische Adventslieder fehlen ebenso wenig wie feine lateinische Gesänge aus der Barockzeit. Dazwischen auch ein Ausflug mit Viergsangln aus dem Bayerischen Wald. Mit verbindenden Worten erschließen wird das gut einstündige Programm Pfarrer Holger Kruschina aus Nittenau. Der Eintritt ist frei\, um Spenden zur Deckung der Unkosten wird gebeten. Ebenfalls gegen Spende kann bei der reichhaltigen CD-Auswahl des Chores zugegriffen werden. \n			Details \nDie Musiker\nDas Vokalensemble Hubert Velten besteht im Kern seit 1991 wird aber immer wieder durch junge Stimmen ergänzt. Ein breites Repertoire an geistlicher und weltlicher Literatur sorgt für Abwechslung bei den rund 25 Auftritten im Jahr. Regelmäßig geht es auch auf eine kleine „Tournee“. So gab es in 2023 bereits Auftritte in Portugal und zum wiederholten Male in den USA.  \nNäheres auf www.velten-ensemble.de oder auf Instagram!
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